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Denkmalschutz und Denkmalpflege

Die Städtische Denkmalbehörde kümmert sich um Schutz und Pflege der Denkmäler. Ziel ist die Erhaltung des historischen Erbes der Stadt.

Denkmale sind Sachen, sowie Teile oder Mehrheiten von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht. Ein öffentliches Interesse besteht, wenn die Sachen bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeit- und Produktionsverhältnisse sind und wenn für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen. Die Erhaltung von Denkmälern ist das zentrale Anliegen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege. Die Eigentümer von Denkmälern oder sonstige Nutzungsberechtigte haben ihre Denkmäler instand zu halten, instand zu setzen, sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdung zu schützen, soweit ihnen das zumutbar ist.

 

Nach der neuen Landesbauordnung NRW dürfen Häuser, die bestimmte Kriterien erfüllen, 4 Wochen nach einer Anzeige beim örtlich zuständigen Bauordnungsamt genehmigungsfrei abgerissen werden. Dies entbindet nicht von Genehmigungen diverser anderer Behörden, die bisher immer automatisch beim Abrissantrag involviert wurden. Insbesondere bei einem Denkmal, einem in einem Denkmalbereich befindlichen Gebäude und bei einem Abriss, bei dem eine Gefährdung für ein angrenzendes Denkmal entstehen könnte, ist unbedingt im Vorfeld die Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde einzuholen. Anderenfalls könnte die Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld - laut § 41 Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW) von bis zu 500.000 € - geahndet werden.

 

Für alle baulichen und gestalterischen Veränderungen und Erneuerungen, die an einem Denkmal oder in seiner näheren Umgebung geplant sind, muss vor Beginn der Arbeiten eine denkmalrechtliche Erlaubnis gem. § 9 Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW) bei der Unteren Denkmalbehörde (UDB) eingeholt werden, die ihre Entscheidungen im Benehmen mit dem LVR-Amt für Denkmalpflege bzw. LVR-Amt für Bodendenkmalpflege trifft. Hierzu zählen beispielsweise der Anstrich der Fassade, die Erneuerung der Dacheindeckung bis zur Reparatur der Dachrinne. Bei einem unter Denkmalschutz gestellten Gebäude sind über die Fassaden- und Dachgestaltung hinaus sämtliche Maßnahmen im Haus erlaubnispflichtig, wie z. B. eine Innenwanddämmung, Anbringung eines Fliesenspiegels, etc.

 

Die Beratung durch UDB und teils bei Ortsterminen auch durch den LVR gereicht nicht nur dem Schutz des Denkmals zum Vorteil, sondern auch dem Eigentümer ist daran gelegen, sein „Schmuckstück“ längst möglich zu erhalten. So wird oft von denkmalunverträglichen Materialien abgeraten, um einer Schädigung mit falschen Anstrichen u. ä. entgegen zu wirken.

 

Der Antrag auf Erlaubnis einer Maßnahme (Link s. u.) ist schriftlich oder per Mail bei der UDB einzureichen: 

Stadt Overath, Untere Denkmalbehörde, Hauptstraße 10, Zimmer 107
Frau Schmitz, Tel. 02206/602-148 oder auch per Mail: udb@ee05cbd574a64cd38da94eb717a15270overath.de.
 

Bitte prüfen Sie auch, ob Sie für Ihr Bauvorhaben eine Baugenehmigung benötigen. Ist eine Baugenehmigung erforderlich, wird die UDB im Genehmigungsverfahren von der Bauordnungsbehörde um eine Stellungnahme ersucht. Oft lohnt sich aber auch eine Beratung der UDB vor Beantragung einer Baugenehmigung.
 

Derzeit sind 128 Baudenkmäler, Bodendenkmäler, Wegekreuze u. ä. in der Denkmalliste der Stadt Overath eingetragen. Denkmalliste der Stadt Overath

Zudem wurde am 10.01.1994 der Ortskern von Overath-Marialinden unter Denkmalschutz gestellt: Satzung für den Denkmalbereich Marialinden 

Zur finanziellen Unterstützung bestehen bei Maßnahmen, die zum Erhalt beziehungsweise zur sinnvollen Nutzung eines Denkmals dienen, gegebenenfalls finanzielle Fördermöglichkeiten in Form von Steuervergünstigungen (vgl. untenstehende Vordruck-Links), Zuschüssen und speziellen, zinsgünstigen Darlehen. Dies gilt auch für Maßnahmen an Gebäuden im Denkmalbereich. Auch die Stadt Overath möchte zusammen mit der Bezirksregierung Köln wieder Mittel für die Denkmalförderung von kleineren Maßnahmen bereitstellen. Aktuelle Infos hierzu finden Sie hier: Denkmalförderungsprogramm Overath 2019 (für kleinere, private Maßnahmen)
Jeder finanziellen Förderung geht das Erlaubnisverfahren für die gewünschte Maßnahme mit weitest möglicher Abstimmung voraus. Fehlt diese oder wird ein Vorhaben anders durchgeführt als mit der UDB abgestimmt war, entfällt der Anspruch auf Fördermittel und steuerliche Absetzbarkeit.



Folgende Vordrucke können Sie sich herunterladen:




Weitere Informationen finden Sie hier:


Mit folgendem Link geraten Sie auf die Startseite des LVR-Amtes für Denkmalpflege, wo Sie viele Informationen für Denkmaleigentümer finden: https://denkmalpflege.lvr.de/de/startseite.html


Hier finden Sie zum Beispiel ganz konkrete Tipps, wie beim Erhalt kleinerer Steindenkmäler zu verfahren ist, wie man einem Pilzbefall des Gebäudes begegnen oder historische Fenster erhalten kann und Vieles mehr: https://denkmalpflege.lvr.de/de/service/leitfaeden/leitfaeden_1.html


Auf der Homepage der Bezirksregierung Köln finden Sie weitere Informationen über mögliche Denkmalfördermittel sowie den Vordruck für die Beantragung von Fördermitteln des Landes NRW, der der Bezirksregierung und gleichzeitig der UDB bis spätestens 31.10. eines Jahres für eine Förderung im Folgejahr einzureichen ist.
www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/leistungen/abteilung03/35/denkmalschutz/denkmalfoerderung/index.html

Letzte Aktualisierung: 10.09.2019

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