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Ruine Bernsau

Bei der Ruine Bernsau handelt es sich um eine ehemalige Burg.

1348 belehnte der Abt von Siegburg die Brüder Emmerich und Ulrich von Bernsau mit Großbernsau. Wilhelm I. von Bernsau, Sohn des Emmerich, war 1420-1428 Amtmann zu Steinbach, Wilhelm II. von Bernsau, 1474-1489 Amtmann zu Porz, erwarb den Steinhof in Overath, wodurch der zwei Hofgerichte in einer Hand vereinte. Wilhelm III. von Bernsau, war wiederum 1489-1497 Amtmann zu Steinbach.

Mit Wilhelm IV. von Bernsau, fürstlichem bergischen Rat, Kämmerer und Marschall des Landes Jülich, 1513-1529 Amtmann zu Steinbach und 1527 zu Porz, starb 1532 die männliche Nachkommenschaft aus. Erben waren seine Töchter Barbara von Bernsau und ihr Gatte Godert von Wylich, ihr Enkel Johann von Wylich, gestorben 1627, war mit Sebastiana von Brembt verheiratet. Seit Ende des 18. Jahrhunderts befand sich Großbernsau im Besitz der weiblichen Nebenlinie von Schaesberg, welche die Burg 1904 verkauften.


Burg Großbernsau, vor Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut, scheint um 1785 nicht mehr bewohnt gewesen zu sein. Die Jagdkarte von 1789 im Archiv Großbernsau zeigt das zweite Stockwerk des Palas in verfallenem Zustand, Kapelle und Wirtschaftsgebäude dagegen noch hinreichend erhalten.

1904 wurde das Wohnhaus endgültig abgerissen. 1940 stürzte ein noch aufrecht stehender Turm ein. Heute besteht auf dem wegen der umgebenen Wassergräben und Sümpfen nicht zugänglichem Burggelände nur noch ein Stück Bruchsteinmauer mit Kamin, Höhe etwa 15 m, Länge etwa 8 m.