Rund elf Monate nach dem offiziellen Spatenstich ist der Neubau der Sporthalle am Burgholzweg deutlich vorangeschritten. Am Freitag, 14. August 2026, feierte die Stadt Overath gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schule, Verwaltung, Politik, Planung und Bau das Richtfest. Der weitgehend errichtete Baukörper zeigt inzwischen deutlich, wie die neue Einfeld-Sporthalle künftig aussehen wird.
Die neue Halle wird künftig vor allem den Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsgrundschule Overath zur Verfügung stehen. Nachmittags und abends soll sie zudem von örtlichen Sportgruppen genutzt werden können. Die Fertigstellung ist weiterhin für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.
Erster Beigeordneter und Baudezernent Thorsten Steinwartz würdigte beim Richtfest die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Hier haben Verwaltung und Schule sehr gut zusammengearbeitet. Die Wünsche und Anforderungen der Schule konnten in die Planung einfließen und werden nun konkret umgesetzt“, so Steinwartz. Besonders die neue Kletterwand sei ein Beispiel dafür, wie die Sporthalle auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten werde.
Auch Schulleiterin Sylvia Grosser zeigte sich beim Richtfest dankbar für die enge Einbindung der Schule in die Planung. Sie bedankte sich insbesondere dafür, dass die Wünsche der Schule berücksichtigt wurden und die geplante Kletterwand realisiert werden kann. Die Kletterwand soll künftig nicht nur für abwechslungsreichen Sportunterricht sorgen, sondern auch die motorischen und koordinativen Fähigkeiten der Kinder fördern.
Holzbau prägt die neue Sporthalle
Die Sporthalle entsteht zwischen Burgholzweg und Hauptstraße direkt unterhalb des Schulgeländes. Die besondere Hanglage macht das Bauvorhaben baulich anspruchsvoll: Der Baukörper wird teilweise in das Gelände eingebettet. Terrassierungen und Stützmauern gestalten die Außenanlagen und nehmen die Topografie des Grundstücks auf.
Ein prägendes Merkmal des Gebäudes ist die umfangreiche Verwendung von Holz. Die oberirdischen Bauteile werden nahezu vollständig als Holzkonstruktion ausgeführt. Zum Einsatz kommen unter anderem Holztafelbauwände, Brettsperrholzdecken sowie Brettschichtholz-Binder und -Stützen im Hallenbereich. Lediglich die erdberührten Bauteile werden aus Stahlbeton errichtet.
Die Planung stammt vom Kölner Architekturbüro 3ZW Architekten. Architektin Miriam Jaeger hatte bereits beim Spatenstich auf die besonderen Anforderungen des Grundstücks hingewiesen. Auch die große, hochziehbare Kletterwand stellte dabei eine besondere statische Herausforderung dar.
Nachhaltigkeit von Anfang an mitgedacht
Auch beim Energiekonzept setzt die Stadt auf eine nachhaltige Lösung. Die Sporthalle erhält ein extensiv begrüntes Flachdach mit einer Photovoltaikanlage. Der erzeugte Strom soll überwiegend direkt im Gebäude genutzt werden. Überschüssige Energie kann darüber hinaus für die Schule verwendet werden.
Mit rund 5.600 Kubikmetern Bruttorauminhalt umfasst der Neubau eine Länge von 27,75 Metern, eine Breite von 21,60 Metern und eine Höhe von rund acht Metern. Die lichte Raumhöhe der Sporthalle beträgt 5,75 Meter. Insgesamt sind für das Gebäude einschließlich Außenanlagen rund 5,1 Millionen Euro veranschlagt.
Neben der eigentlichen Halle entstehen zwei Umkleidebereiche mit den zugehörigen Sanitärräumen, ein Regieraum mit Lehrerumkleide, ein barrierefreies WC sowie Geräteräume. Für die natürliche Belichtung sorgen unter anderem ein vertikales Lichtband aus Profilglas und ein blendfreies Oberlichtband.
Auch die Außenanlagen werden neu gestaltet. Vorgesehen sind insgesamt elf Pkw-Stellplätze an zwei Standorten sowie zehn Fahrradstellplätze. Vor dem Eingangsbereich der Sporthalle entstehen Sitzgelegenheiten.
Bauarbeiten liegen im Zeitplan
Nach dem Beginn der Bauarbeiten im Oktober 2025 sind inzwischen die wesentlichen Holzbauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Aktuell wird das Dach fertiggestellt. In etwa acht Wochen soll der Rohbau durch den Einbau der Außenfenster und -türen geschlossen werden.
Unmittelbar danach, voraussichtlich ab Ende Oktober, beginnen die Fassadenarbeiten. Diese sollen rund vier Wochen dauern. Parallel dazu startet im Herbst die Rohmontage der technischen Gebäudeausrüstung für Elektro, Sanitär und Lüftung. Der Innenausbau ist anschließend für den Zeitraum von November 2026 bis Februar 2027 vorgesehen.
Ab Februar 2027 folgen die Fertigmontage und Inbetriebnahme der technischen Anlagen sowie die Arbeiten an den Freianlagen. Nach derzeitiger Planung soll die Sporthalle im zweiten Quartal 2027 bezugsfertig sein.
„Die Realisierung dieses Projekts ist das Ergebnis eines intensiven und engagierten Miteinanders aller Beteiligten – von der Planung über die Bauausführung bis hin zur Schulleitung“, betont Manfred Allmayer, Amtsleiter Immobilienmanagement der Stadt Overath. „Ich freue mich, dass der Bau nun so deutlich Gestalt annimmt und wir mit dem Richtfest einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung erreicht haben.“

Für die Gemeinschaftsgrundschule ist die neue Halle von besonderer Bedeutung. Seit die bislang fußläufig erreichbare Sporthalle der ehemaligen Hauptschule aufgrund einer Schadstoffbelastung nicht mehr genutzt werden kann, muss der Sportunterricht teilweise in weiter entfernten Ausweichhallen stattfinden. Die neue Sporthalle am Burgholzweg wird künftig kurze Wege ermöglichen und zugleich zusätzliche Möglichkeiten für einen modernen, vielseitigen und kindgerechten Sportunterricht schaffen.
Mit dem Richtfest ist ein weiterer wichtiger Schritt geschafft: Die Entwicklung des Projekts reicht bis ins Jahr 2020 zurück, als die Überlegungen zur Hallenentwicklung und zur Standortfrage begannen. Der heutige Planungsprozess in seiner konkreten Ausführung wurde im Juni 2023 durch das Kölner Architekturbüro 3ZW Architekten aufgenommen. Inzwischen ist aus diesen Planungen ein deutlich sichtbares Gebäude geworden. Die Stadt Overath liegt nach aktuellem Stand sowohl beim Baufortschritt als auch beim vorgesehenen Kostenrahmen im Plan.
Stadt Overath
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