Mit einer feierlichen Veranstaltung in der Aula des Schulzentrums Cyriax ist die Sekundarschule Overath offiziell in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen worden. Bürgermeister Michael Eyer gratulierte der Schulgemeinschaft persönlich zu diesem wichtigen Schritt und würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie des gesamten Kollegiums für ein respektvolles und vielfältiges Miteinander.
Mit ihrer Entscheidung für den Beitritt erfüllte die Schulgemeinschaft die Voraussetzungen für die Aufnahme in das bundesweite Netzwerk. Seitdem setzte sich die Schule im Rahmen zahlreicher Projekte intensiv mit den Themen Rassismus, Diskriminierung und Zivilcourage auseinander. Präsentationen, Workshops und Gespräche prägten das Schuljahr. Noch in diesem Jahr wird sich auch das gesamte Kollegium im Rahmen einer Fortbildung weiter mit dem Thema beschäftigen.
In seiner Ansprache betonte Bürgermeister Michael Eyer, dass die Aufnahme in das Netzwerk nicht das Ende, sondern der Beginn eines langfristigen Prozesses sei. „Der Beitritt ist ein klares Bekenntnis zu Respekt, Vielfalt und gegenseitiger Wertschätzung. Entscheidend ist, dass diese Haltung jeden Tag gelebt wird“, so Eyer.
Besonders hob der Bürgermeister die Bedeutung des Begriffs „Courage“ hervor. Mut bedeute, nicht wegzusehen, wenn Menschen ausgegrenzt oder beleidigt würden, sondern Haltung zu zeigen und füreinander einzustehen. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Ausgrenzung und menschenfeindlicher Einstellungen in der Gesellschaft sei dieses Engagement wichtiger denn je.
Ein besonderer Dank des Bürgermeisters galt Lehrerin Marileen Drews und Lehrer Felix Baltes. Marileen Drews hatte mit der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ den Anstoß für den Beitritt der Sekundarschule zum Netzwerk gegeben. Gemeinsam mit Felix Baltes sowie zahlreichen engagierten Schülerinnen und Schülern und Kolleginnen und Kollegen sei es den beiden gelungen, das Projekt in der gesamten Schulgemeinschaft zu verankern und aus einer Idee ein gemeinsames Anliegen der Schule zu machen.
Zu den Patinnen und Paten der Sekundarschule gehören Katja Röhse-von Cube und Rafid Kabir.
Katja Röhse-von Cube, die an der Feier persönlich teilnahm, wurde erst vor Kurzem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Gewürdigt wurde sie für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Gleichstellung und Inklusion sowie für ihren entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus und Faschismus. Bereits als junges Mädchen erlebte sie selbst, wohin Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit führen können. Diese Erfahrungen prägen ihr Engagement bis heute und machen sie zu einer glaubwürdigen Botschafterin für Respekt, Toleranz und Zivilcourage. Als Schulpatin ermutigte sie die Schülerinnen und Schüler, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung einzusetzen.
Rafid Kabir ist Content Creator und politischer Bildner. Auf seinen Social-Media-Kanälen setzt er sich insbesondere mit den Themen Demokratie, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung auseinander und erreicht damit vor allem junge Menschen. Darüber hinaus begleitet er Bildungsprojekte und Kampagnen zur politischen Bildung. Per Videobotschaft richtete er sich an die Schulgemeinschaft und bestärkte die Schülerinnen und Schüler darin, sich für Vielfalt, Respekt und ein demokratisches Miteinander einzusetzen.
Die feierliche Aufnahme bildete zugleich den Abschluss einer Projektwoche unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“. Im Anschluss präsentierten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer Projekte und luden Gäste, Eltern und Lehrkräfte zu einem gemeinsamen Austausch ein.
„Ich bin froh und auch ein wenig stolz, dass wir mit der Sekundarschule Overath eine weitere Schule in unserer Stadt haben, die dieses wichtige Thema aktiv anpackt. Sie zeigt, dass Zusammenhalt und Respekt nicht nur Worte sind, sondern jeden Tag gelebt werden können“, so Bürgermeister Michael Eyer.
Stadt Overath
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