Ehrenbürger Norbert Kuhl erhält Bundesverdienstkreuz

Eine besondere Ehrung für einen besonderen Menschen: Im Bürgerhaus Overath ist der Overather Ehrenbürger Norbert Kuhl mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Mehr als 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Gesellschaft waren der Einladung gefolgt, um das jahrzehntelange humanitäre Engagement des Overathers zu würdigen.

Überreicht wurde die Auszeichnung durch Landrat Arne von Boetticher im Auftrag von Ministerpräsident Hendrik Wüst. Mit eindringlichen Worten würdigte der Landrat den Geehrten:
„Sie sind ein Mensch, der nicht abwartet, sondern anpackt. Einer, der nicht jammert, sondern handelt. Einer, der lieber hinsieht als wegsieht – auch wenn das, was Sie sehen, nicht zu den schönen Dingen des Lebens gehört: Sorgen, Not, Schmerz und Hilfsbedürftigkeit.“

Seit mehr als drei Jahrzehnten engagiert sich Norbert Kuhl unermüdlich für Menschen in Not. Aus ersten Hilfsaktionen während des Balkankriegs Anfang der 1990er-Jahre entwickelte sich eine beeindruckende Hilfsstruktur. 2002 gründete er den Verein Humanitäre Hilfe Overath e.V., der bis heute Hilfskonvois organisiert und Hilfsgüter in Krisengebiete bringt – unter anderem nach Bosnien, Kroatien, Rumänien und seit dem russischen Angriffskrieg auch in die Ukraine.

In seiner Ansprache würdigte Bürgermeister Michael Eyer das außergewöhnliche Engagement des Geehrten und die Wirkung seines Handelns weit über die Stadtgrenzen hinaus:
„Norbert Kuhl ist ein Mensch, der Verantwortung nicht nur sieht, sondern lebt. Sein Einsatz zeigt, was möglich ist, wenn Mitgefühl auf Tatkraft trifft. Er hat über Jahrzehnte Menschen Hoffnung gebracht – oft genau dort, wo sie am dringendsten gebraucht wurde.“

Der Bürgermeister betonte zugleich die Bedeutung dieses Engagements für die Stadtgesellschaft:
„Menschen wie Norbert Kuhl prägen unsere Stadt. Sie zeigen uns, dass Solidarität, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft keine großen Worte sein müssen, sondern durch entschlossenes Handeln lebendig werden. Dafür empfinde ich große Dankbarkeit und tiefen Respekt.“

Foto: S. Fielstette, Stadt Overath. Bürgermeister Michael Eyer hält im Bürgerhaus Overath seine Laudatio auf Norbert Kuhl.


Das mehr als dreistündige Programm im Bürgerhaus bot zahlreiche persönliche Rückblicke auf Kuhls Lebenswerk. Ein bewegender Rückblick in Bildern und mit Weggefährten auf das Leben von Norbert Kuhl ließ viele Stationen seines jahrzehntelangen Engagements noch einmal lebendig werden. Auch per Videobotschaft meldeten sich Gratulanten aus Rumänien und der Ukraine zu Wort und übermittelten ihre persönlichen Glückwünsche – ein eindrucksvolles Zeichen der internationalen Verbundenheit, die durch Kuhls Hilfsarbeit entstanden ist.

Für den musikalischen Rahmen sorgten der Overather Kneipenchor, der Männerchor „Laut aber Schief“ sowie der Sänger Jürgen Wunderlich. Mit ihren stimmungsvollen, mit viel Herz und großer Qualität vorgetragenen Beiträgen bereicherten sie den Abend und sorgten für mehrere besonders emotionale Momente.

Ebenso begeisterte das Tanzcorps Steinenbrücker Schiffermädchen mit einem mitreißenden Auftritt das Publikum. Für den Tanzbeitrag gab es von den Gästen viel Applaus.

Musikalische Beiträge, Tanz und persönliche Anekdoten machten den Abend zu einer würdevollen und zugleich sehr lebendigen Veranstaltung.

Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wird nun offiziell gewürdigt, was viele Menschen in Overath und weit darüber hinaus schon lange wissen: Norbert Kuhl hat mit seinem Einsatz unzähligen Menschen geholfen – und zugleich viele andere dazu inspiriert, selbst aktiv zu werden.

Durch den Abend führte der Journalist Guido Wagner, der die Veranstaltung souverän und mit viel Gespür moderierte.

Ein besonderer Dank gilt Landrat Arne von Boetticher, der eigens nach Overath gekommen war, um die Verleihung persönlich vorzunehmen. Üblicherweise finden derartige Auszeichnungen im Kreishaus statt – umso mehr weiß die Stadt Overath es zu schätzen, dass der Landrat den Abend vollständig vor Ort begleitet hat.

 

Stadt Overath
Pressestelle

 

 Pressemitteilung vom 16.03.2026


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