Bus & Bahn Wetter Seite vorlesen Suchen
Menü

Stadtverwaltung übte für den Ernstfall

Veranstaltungen


Um in einer tatsächlichen Krisensituation gut gerüstet zu sein, übte der Verwaltungsstab der Stadtverwaltung erneut für den Ernstfall. Unter fachkundiger Leitung von Benjamin Severin von Pohlheim, Krisenmanagement-Beratung, simulierte der Verwaltungsstab den Einsatz bei einem angeblichen Bombenfund in der Weberstraße.

Der in der Verwaltung eingerichtete Verwaltungsstab wurde daraufhin alarmiert und fand sich im Sitzungssaal des Rathauses ein. Die Mitarbeiter des Stabs erhielten folgende Informationen:
Es handelt sich um eine 10-Zentnerbombe aus dem zweiten Weltkrieg mit einem chemisch-mechanischem Zünder, der durch die Bewegung aktiviert sein könnte. Die Bombe muss vor Ort entschärft werden, im Radius von 500 m um den Bombenfund muss evakuiert werden; im Radius von 750 sollen die Bewohner sich „luftschutzartig verhalten“, d. h. sich in den Gebäuden aufhalten und Türen und Fenster schließen. Die Entschärfung der Bombe durch den Kampfmittelräumdienst erfolgt um 14.00 Uhr und dauert ca. 30 Minuten.
 
Nach Vorlage diese Informationen nahm der Stab seine Arbeit auf. Im Radius von 500 m um den Bombenfund befinden sich nämlich einige kritische Gebäude und Infrastrukturen: Wohnhäuser, Schulen, Kindergärten, Flüchtlingsunterkünfte, Gewerbebetriebe und Einkaufszentren sowie die Bahnlinie. Die Teilnehmer des Stabs legten Maßnahmen fest und verteilten die vielfältigen Aufgaben. Zum Beispiel mussten neben Straßensperren auch für die Evakuierung des Schulzentrums der Abtransport von den 1.500 Schülern genauso gut geregelt werden, wie der zeitgleiche Transport von Kindergartenkindern in andere Einrichtungen. Über Presse, Rundfunk, soziale Medien, Warn-Apps und Lautsprecherdurchsagen wurden Betroffene und Bevölkerung zielgerichtet informiert und ein Bürgertelefon eingerichtet. Zu den Aufgaben gehörte neben der Information an die Deutsche Bahn, dass die Strecke zwischen Honrath und Overath vorübergehend nicht befahren werden kann, prompt deren Rückfrage, über welche Straßen denn nun der Schienenersatzverkehr eingerichtet werden könne.
 
Erschwert wurde die Arbeit des Verwaltungsstabs durch immer wieder eingehende aktuelle Rückmeldungen, Anfragen, etc. simuliert durch die Übungsleitung – wie dies auch in der Realität zu erwarten ist.
 
Die Teilnehmer des Stabs meisterten die Herausforderungen so gut; dass Benjamin Severin von Pohlheim am Ende der Übung – nach der natürlich erfolgreich vorgenommenen Entschärfung der Bombe – allen Teilnehmern ein großes Lob aussprach. Die Teilnehmer waren sich einig, dass solche regelmäßigen Übungen zu erheblich mehr Sicherheit für die Arbeit des Verwaltungsstabs bei einer realen Schadenslage führen.
 
Anlass der Übung war die Überarbeitung der bei der Stadt Overath bestehenden „Dienstanweisung für den Stab für außergewöhnliche Ereignisse“, welche die Vorgehensweise und Zuständigkeiten in einem echten Krisen- oder Großschadenfall regelt.
 
Jörg Weigt
Bürgermeister